Do, Dec 13, 2018

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Am Samstag, 07.07.2018, sind wir zusammen mit Feuerwehrkameraden der Freiwilligen Feuerwehr Jülich und Stetternich und den Kameraden des THWs zu einer gemeinsamen Übung zum ehemaligen Truppenübungsplatz in Münsterbusch bei Stolberg gefahren.

Dort wurden alle in vier Gruppen aufgeteilt, die abwechselnd die vier vorbereiteten Übungsstation abgearbeitet haben.

- Heben und Bewegen eines Panzers

- Personenrettung aus dem Bunker

- Personenrettung von einem Hang

- Seilrutsche über einen Fluss

Bereits um 07:15 Uhr trafen wir uns in Koslar auf dem Gelände des THWs, packten unsere Lunchpakete und fuhren dann in der Kolonne nach Münsterbusch. D.h. alle Fahrzeuge, von Feuerwehr und THW, fahren hintereinander in einer festen Reihenfolge, ohne sich zwischendruch zu trennen.

Bei einer Kolonnenfahrt dürfen die betreffenden und durch eine blauer Fahne gekennzeichneten Fahrzeuge sogar über rot fahren, wenn das erste bei grün über die Ampel fuhr, damit die Kolonne nie unterbrochen wird.

Angekommen auf dem Übungsplatz waren wir sehr froh, dass drei der Übungen im Schatten stattfanden, da es doch sehr warm wurde.

An jeder Station wurde Material von der Feuerwehr und vom THW bereit gelegt und zunächst erklärt und verglichen. So lernten wir gegenseitig unsere Ausrüstung kennen.

- Heben und Bewegen eines Panzers: Hier wurde der Panzer z.B. mit Büffelwinden und Hebezylinder angehoben um ihn dann zu unterbauen. Dabei wurde er um ca. 40cm angehoben.

- Personenrettung aus dem Bunker: Ein verunfallter "Höhlenforscher" (eine Puppe) wurde in 15 bis 20m Entfernung vom Eingang vermutet. Der Verunfallte hatte einen Beinbruch. Der erste Trupp (immer min. zwei Mann) ging zur Erkundung in den Bunker. Sie übermittelten alle Informationen an den Gruppenführer. Der organisiert den Platz für die Menschenrettung: Mögliches Rettungsgerät zum Bunkereingang bringen, "Vorplatz" vorbereiten (Beseitigung von Stolperfallen und Verletzungsmöglichkeiten). Mit und mit mussten noch zwei weitere Trupps zur Unterstützung in den Bunker. Da verschiedene Hindernisse überwunden werden mussten, wurde unterschiedliches Rettungsgerät benötigt. Dies waren Spineboard, Schlepptrage und Steckleiterteil (als Rutsche).

- Personenrettung von einem Hang: Bei dieser Station hatte sich zunächst ein Kamerader im Hang abgeseilt um die verletzte Person zu mimen. Dann begannen die Anderen mit der Vorbereitung der Rettungsmaßnahmen. Wir rüsteten uns mit Absurzsicherungsgurten aus, sicherten uns per Achterknoten und HMS-Knoten über ein Seil an unserem Festpunkt, einem Baum, und wurden von einem anderen Kameraden abgeseilt. Beim Patienten angekommen, sicherten wir uns mit Bandschlingen an Bäumen in der Nähe und retteten den Patienten über eine Rettungstrage.

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- Seilrutsche über einen Fluss: Hier kam hauptsächlich Material des THWs zum Einsatz. Aus drei großen Holzbohlen wurde auf jeder Seite des Flusses ein Dreibein errichtet, der Fluss wurde per Watthose überwunden. An diesen Dreibeinen wurden über lose Rollen Stahlseile befestigt, die mit Greifzügen mit Erdankern gespannt wurden.

 

Obwohl der Tag sehr anstrengend war, hat es doch sehr viel Spaß gemacht, die verschiedenen Übungen zu machen, vor allem da dies keine üblichen Übungsszenarien sind. Wir bedanken uns bei der Freiwilligen Feuerwehr Jülich und den THW Ortsverbänden Koslar und Herzogenrath, die solche Übungen seit Jahren organisieren. Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr!

KB